ÖSTERREICHISCHER JAGDSPANIELKLUB
Vorwort des Jagdreferenten

 

 

Geschätzte Mitglieder!

Liebe WeidkameradInnen!

 Im Jahr 2006 habe ich das damals verwaiste „Referat für das Jagdliche Prüfungswesen“ im Vorstand des ÖJSpK übernommen. Die bald darauf erfolgte Umbenennung in „Jagdreferat“ sollte die weit über die Veranstaltung jagdlicher Prüfungen hinausgehenden Aufgaben und Ziele dieser Vorstandsfunktion präziser und gleichzeitig umfassender beschreiben. Noch im selben Jahr konnten wir eine längst nötige Reform der Prüfungsordnung durchführen, die von den HundeführerInnen sofort und mit Freude angenommen wurde und durchschnittlich zu einer Verdoppelung der Antritte und Erfolge gegenüber früheren Vergleichsperioden führte. Seither bekommen übrigens auch „stumme“ (oder besser: angesichts der jeweiligen Umstände vielleicht gerade nicht lautgebende) vierläufige Jagdbegleiter der von uns betreuten Spanielrassen ihre verdiente Chance auf eine erfolgreiche Prüfungskarriere.

Manches hat sich inzwischen verändert, sei es bei der Hundeausbildung, bei jagdlichen Gewohnheiten und Einsatzformen oder durch Gesetze und Verordnungen. Letztere bringen ab dem Jahr 2011 insbesonders in Niederösterreich, dem auch aus jagdlicher Sicht mit Abstand größten Bundesland der Republik Österreich, neue Herausforderungen für die Jagdhunderassen. Damit auch unsere vielseitig begabten Spaniels, von denen ein guter Teil auch in Niederösterreich zum Einsatz gelangt, für den dort geforderten Einsatz als offizieller „Revierhund“ gerüstet sind, hat der ÖJGV im Mai 2010 die von der Jagdlichen Arbeitsgruppe des ÖJSpK in Abstimmung mit dessen Experten und dem Klubvorstand ausgearbeitete „Jagdliche Prüfungsordnung Ausgabe 2010“ auf unseren Antrag hin beschlossen.

All diese positiven Entwicklungen bleiben zwar nicht unbemerkt – neben dem erfreulichen Zuwachs an Prüfungskandidaten verzeichnen wir immerhin auch einen mindestens ebenso erfreulichen Zuwachs an Spaniels im jagdlichen Einsatz und an Würfen aus Paarungen jagdlich geprüfter Elterntiere. Dennoch haben wir aus jagdlicher Sicht zwar bestimmt eine wichtige Etappe geschafft, haben aber mit unseren Hunden noch ein gutes Stück des Weges vor uns, diesen wieder einen unangefochtenen Status als allseits gerne gesehene und ob ihrer Vielseitigkeit, Intelligenz und Unermüdlichkeit unverzichtbare Jagdhelfer zu verschaffen.

Als Jagdreferent – und seit Mai 2010 auch als gewählter Präsident des ÖJSpK – kann ich zwar vieles unterstützen und einiges bewirken, doch je mehr Begleiter sich auf diesem Weg dazugesellen, umso rascher werden wir ihn gemeinsam erfolgreich bewältigen. Die von uns vertretenen Spanielrassen verdienen dafür auf alle Fälle jeden wenn auch noch so anstrengenden Einsatz.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen/Euch allen weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Arbeit mit unseren fröhlichen Gefährten in Wald und Flur, sowie den JägerInnen unter uns ein kräftiges Weidmannsheil!

Mit herzlichen Grüßen,

Mag. Heinz Nikoll

Präsident und Jagdreferent des ÖJSpK

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