|
Quelle:
Fa. Laboklin
LABOR FÜR KLINISCHE DIAGNOSTIK GMBH & CO.KG
Bad Kissingen
Neue Gentests für Fucosidose
Neue Gentests zum Nachweis der
Fucosidose und des Phosphofruktokinase-Mangels beim Englischen Springer Spaniel
Seit geraumer Zeit bietet das Labor LABOKLIN in Bad Kissingen Gentests zum
Nachweis der Fucosidose und des Phosphofruktokinase-Mangels beim Englischen
Springer Spaniel an.
Fucosidose beim Englischen Springer Spaniel
Die Fucosidose ist eine neurologische Erkrankung, die auf dem Verlust eines
bestimmten Enzyms, der α-L-Fucosidase, beruht. Im gesunden Organismus spaltet
dieses Enzym komplexe Verbindungen, so daß der Körper diese Stoffe verwerten
kann. Beim erkrankten Tier fehlt das Enzym, wodurch sich die komplexen
Verbindungen in verschiedenen Organen ablagern. Betroffen sind neben
Lymphknoten, Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren, Lungen und Knochenmark vor allem
Gehirn- und Nervengewebe, was die schwerwiegenden neurologischen Symptome dieser
Erkrankung verursacht. Die Fucosidose ist gekennzeichnet von Bewegungsstörungen
und neurologischen Ausfällen. Betroffene Tiere zeigen eine gestörte Koordination
von Bewegungsabläufen, Verhaltensauffälligkeiten, Blindheit, Taubheit und
Schluckstörungen. Die Erkrankung manifestiert sich etwa im Alter von 18 Monaten
bis 4 Jahren mit stetig fortschreitendem Verlauf und letztendlich tödlichem
Ausgang.
Phosphofruktokinase-Mangel beim Englischen Springer Spaniel
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um einen vererbten Mangel des Enzyms
Phosphofruktokinase. Ohne die Phosphofruktokinase können Muskelzellen und rote
Blutkörperchen nicht ausreichend Energie für ihren Bedarf produzieren. Der
Enzymmangel führt durch die Zerstörung von roten Blutkörperchen zur Rotfärbung
des Harns, sowie zur Blutarmut und Gelbsucht. Weitere Symptome dieser Erkrankung
sind Bewegungsintoleranz und Muskelkrämpfe. Ausgelöst werden solchen Krisen
insbesondere durch Aufregung, anstrengende Bewegung oder ausgiebiges Bellen.
Geschäftsführender Gesellschafter: LABOKLIN Labor für klinische Diagnostik
Verwaltungs-GmbH • Registergericht Schweinfurt HR B 3631 • e-Mail: laboklin @
t-online.de
Bankverbindung: PGA Nürnberg (BLZ 760 100 85) Kto.Nr. 3060 851, BCEE Luxembourg
Kto.Nr. 1507/3600-5 Salzburger Sparkasse Kto.Nr. 122762, BEKB / BCBE
423.781.213.80
Wie werden die Fucosidose und der Phosphofruktokinase-Mangel vererbt?
Die Fucosidose und der Phosphofruktokinase-Mangel werden autosomal-rezessiv
vererbt. Das bedeutet, daß ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen
von Vater und Mutter erhalten hat. Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen
Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer
Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von
zwei Trägern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der Erkrankung betroffen
sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart
werden.
Welche Vorteile haben DNA-Tests?
Die genetische Defekte, die zu diesen Erkrankungen beim Englischen Springer
Spaniel führen, sind bekannt. Mit Hilfe von DNA-Tests können Erbfehler
unmittelbar nachgewiesen werden. Somit ist ein sehr sicherer Nachweis sowohl von
erkrankten als auch von gesunden Hunden möglich. Mit Hilfe dieser Tests können
aber auch klinisch unauffällige Träger identifiziert werden, die die
Erkrankungen in der Population weiter verbreiten können, mit üblichen
Laboruntersuchungen aber nur unzureichend aufgedeckt werden können. Gerade durch
eine Zucht mit klinisch unauffälligen Trägern wird das betroffene Gen unbemerkt
in der Population weiterverbreitet und das Risiko von auftretenden Erkrankungen
stark erhöht.
Wie funktioniert ein DNA-Test und welches Material wird benötigt?
Wir benötigen für den Test ca. 0,5 ml EDTA-Blut. Aus dem Blut isolieren wir die
DNA des Hundes und vervielfältigen den Genabschnitt, der den Erbfehler trägt,
mittels der sog. Polymerase-Kettenreaktion. Anschließend wird über den sog.
Genetic Analyzer automatisch die Gensequenz entschlüsselt und der die Erkrankung
verursachende Erbfehler direkt sichtbar gemacht. Dies ermöglicht eine sehr hohe
Testsicherheit.
Wie lange dauert ein Test?
Jeder Test wird bei uns einmal wöchentlich angesetzt, so daß das Ergebnis etwa
eine Woche nach Erhalt der Probe vorliegt
Geschäftsführender Gesellschafter: LABOKLIN Labor für klinische Diagnostik
Verwaltungs-GmbH • Registergericht Schweinfurt HR B 3631 • e-Mail: laboklin @
t-online.de
Bankverbindung: PGA Nürnberg (BLZ 760 100 85) Kto.Nr. 3060 851, BCEE Luxembourg
Kto.Nr. 1507/3600-5 Salzburger Sparkasse Kto.Nr. 122762, BEKB / BCBE
423.781.213.80
|