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Warum eine PRA DNA Analyse?
Seit einigen Jahren ist im ÖJSpK eine jährliche
klinische Augenuntersuchung auf
PRA für
Spaniels die zur Zucht verwendet werden in den ZEB (Zucht- und
Eintragungsbestimmungen) vorgeschrieben. Der ÖJSpK war hier europaweit der erste
Jagdspaniel Klub der diese Untersuchung verpflichtend einführte. Bei der
klinischen Untersuchung ist eine PRA Erkrankung aber erst ab einem Alter
zwischen 4 und 6 Jahren sicher feststellbar. PRA Gen Träger können klinisch
überhaupt nicht erkannt werden. Da diese Erkrankung vererbbar ist, ist es aber
auch wichtig PRA Gen Träger zu erkennen. Da konnte bisher nur auf Grund einer
tatsächlichen PRA Erkrankung, eines der Elterntiere, ein Verdacht auf
Trägerschaft der Nachkommen angenommen werden.
Es ist also folglich, trotz jährlicher klinischer
Untersuchung, immer noch ein Glücksspiel ob man mit PRA Gen freien, PRA Gen
Trägern oder sogar PRA Gen befallenen Tieren gepaart hatte und daher war und ist
noch immer die Möglichkeit offen, daß die Nachkommen an PRA erkranken können.
Warum? Sie finden die Erläuterung in einer Grafik weiter unten. Seit 2003 gibt es eine Möglichkeit PRA Freie, PRA Träger und PRA Befallene Hunde schon ab dem Welpenalter zu erkennen, also schon vor dem Zuchteinsatz! Diese Möglichkeit eröffnete uns der prcd PRA Test. War dieser PRA Test bis zum Juni noch ein Markertest mit einem geringen Unsicherheitsfaktor, so ist es der Fa. OPTIGEN in Amerika im Juni 2005 gelungen das PRA Gen zu finden und diese DNA Analyse mit 100% Sicherheit der Erkennung von Freien, Trägern und befallenen Hunden durchzuführen. Was bringt das für die Zucht? Es bringt uns wesentliche Vorteile, wir wissen, durch die PRA DNA Analyse jetzt sicher, welche Tiere wir zur Zucht verwenden dürfen, welche Paarungen wir durchführen können um eine Erkrankung durch PRA auszuschließen. Um das allgemein leicht verständlich erklären zu können habe ich mehrere Tabellen für sie gemacht um die Grundbegriffe der Vererbung von PRA darzustellen. Beispiel 1
Diese Paarung frei x frei ist auf Sicht gesehen das Idealziel daß wir erreichen wollen und sollen. Da aber ein Hund nicht nur aus Augen besteht, sondern auch andere, für die Rasse wichtige Eigenschaften, von Bedeutung sind, kann dies derzeit nur unser Fernziel sein. Erst wenn eine Rasse und ihre Vielfalt an Farbschlägen, wie bei unseren Cockerspaniels, ihr Rassestandard nachhaltig gesichert ist, ihre typischen und gewünschten Eigenschaften sicher erhalten werden können, können wir uns leisten nur mehr PRA Gen freie Hunde zu paaren und so PRA praktisch auslöschen. Bis dort hin gibt es aber auch so genügend züchterische Möglichkeiten PRA erkrankte Hunde zu vermeiden ohne die Rasse zu gefährden, Grundvoraussetzung ist natürlich immer die DNA Analyse. Beispiel 2
Was sie sehen daraus? Wenn ein Elternteil zwar PRA Gen Träger ist, für die Zucht aber aus anderen Gründen wertvoll ist, kann er durchaus risikolos für die Zucht eingesetzt werden, da keiner der Nachkommen an PRA erkranken kann. Man kann diese Paarung sogar als durchaus wünschenswert ansehen, weil ja auch die Zahl der PRA freien Hunde vergrößert wird, damit auch die Zuchtbasis für die Zukunft. Die Nachkommen aus einer Paarung wie Beispiel 2 sollten, zumindest jene die zur Zucht verwendet werden, aber unbedingt einer DNA Analyse unterzogen werden um deren PRA Status festzustellen, damit zumindest eine Paarung Frei x Träger gemacht werden kann. Es wäre aber schon aus diesen Nachkommen eine Paarung Frei mit Frei möglich. Es gibt aber noch eine 3. Möglichkeit der erlaubten Paarung, weil auch daraus keine PRA Gen befallenen Hunde geboren werden und daher keiner der Hunde und auch der Welpenkäufer zu Schaden kommt.
Beispiel 3
Auch diese Möglichkeit ist keines Falls auszuschließen, solange die Zuchtbasis nicht eine genügende Größe erreicht hat um ein gesichertes erhalten der rassetypischen Eigenschaften zu gewährleisten. Wenn ein Elternteil zwar PRA Gen befallen ist, der andere aber PRA Gen frei ist, der Befallene für die Zucht aber aus mehreren anderen Gründen wertvoll ist, kann er durchaus risikolos für die Zucht eingesetzt werden. Eine PRA Gen Analyse erübrigt sich bei diesen Nachkommen, weil alle Welpen nur PRA Gen Träger sein können. Einer weiteren Zuchtverwendung mit PRA Gen freien Zuchtpartnern steht aber nichts im Wege.
Von der Zucht ausgeschlossen sind folgende Paarungen:
Warum ist diese Paarung auszuschließen, es sind doch freie Hunde dabei? Ganz einfach es sind 25 % befallene Hunde dabei. Solche Paarungen verbietet uns nicht nur die züchterische Ethik sondern auch der Gesetzgeber. Das züchten von kranken Tieren ist gesetzlich verboten! Beispiel 5
Diese Paarung ist ebenso aus den oben erwähnten Gründen auszuschließen, der Anteil der befallenen Tiere ist mit 50 % noch höher. Beispiel 6
Zum Beispiel 6 erübrigt sich jeder weitere Kommentar! Diese 6 Beispiele sollen allen Zweiflern und Gegnern der PRA DNA Analyse, manchen Züchtern die sich mit Genetik bisher wenig oder gar nicht befaßten, speziell aber jenen Menschen die sich für unsere Spaniels interessieren zur Aufklärung dienen. Ich hoffe damit einen für alle verständlichen Beitrag geleistet zu haben. Den Test gibt es für English Cocker, American Cocker und English Springer Spaniels.
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